Insolvenzanfechtung nach § 133 InsO: ein unterschätztes Risiko

Die Rechtsprechung zur Insolvenzanfechtung gemäß § 133 InsO hat in den vergangenen Jahren vielen Gläubigern sehr geschadet. Es zeigte sich, dass die Unterstützung angeschlagener Unternehmen durch Zahlungszielverlängerungen letztendlich zum unkalkulierbaren Geschäftsrisiko wurde. Dabei handelte es sich überwiegend um langjährige Kunden, die vorübergehend in finanzielle Schwierigkeiten geraten waren.

Auch das „Gesetz zur Verbesserung der Rechtssicherheit bei Anfechtungen nach der Insolvenzordnung und nach dem Anfechtungsgesetz“ vom 5. April 2017 hat das Insolvenzanfechtungsrisiko nicht vollständig verschwinden lassen. Immerhin sind bestimmte Tendenzen einer Abschwächung der Rechtsprechung erkennbar. Nicht zu erkennen ist hingegen eine signifikante Reduzierung des Anfechtungsvolumens.

Wie hat sich die aktuelle Krise hier ausgewirkt? Das COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetz (COVInsAG) bestimmt unter anderem, dass Zahlungen zwischen dem 1. März 2020 und dem 30. September 2020 grundsätzlich vom Insolvenzanfechtungsrisiko befreit sind.

Um herauszufinden, was genau dies für jedes einzelne Unternehmen bringt, bedarf es einer ausführlichen juristischen Analyse des hochkomplexen Themas. Hierbei ist eine spezielle Insolvenzanfechtungs-Risikoanalyse durch Experten einer Anwaltskanzlei dringend zu empfehlen.

Ebenfalls empfehlenswert in vielen Fällen ist eine Insolvenzanfechtungs-Versicherung bzw. eine Insolvenzanfechtungs-Zusatzversicherung. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, wie die Grafik zeigt:

1. Eine „Stand-Alone“ Insolvenzanfechtungsversicherung unabhängig einer bestehenden Warenkreditversicherung

2. Eine „Top-Up“ Insolvenzanfechtungszusatzversicherung(klausel) zu einer bestehenden Warenkreditversicherung

 

  • Versicherungsschutz besteht für berechtigte Ansprüche aus Insolvenzanfechtung
  • einschließlich Anwaltskosten zur Abwehr von Insolvenzanfechtungsansprüchen (je nach Anbieter bei Bedarf)
  • Die Einhaftungsdauer ist bis zu maximal 10 Jahren möglich
  • Die Prämien sind abhängig von der gewählten Versicherungssumme (bis maximal 10 Mio. Euro)

Wer mehr Klarheit braucht und sein Wissen über diese Möglichkeiten erweitern möchte, kann sich ganz einfach an unseren Experten wenden:

Christoph Buchmann (LL.B., CITF®, CTFC®, Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung der SÜDVERS Kreditversicherungsmakler GmbH) unter der Telefonnummer 0761-4582-285 oder per E-Mail unter der Adresse christoph.buchmann@suedvers.de